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Symptome einer Milbenallergie

Hausstaubmilbenallergiker reagieren auf verschiedene Eiweißpartikel aus dem Körper und dem Kot der Milben mit einer überschießenden Immunreaktion. Ihr Immunsystem stuft diese Allergene fälschlicherweise als gefährlich ein und bildet Antikörper vom Immunglobulin-E-Typ (kurz: IgE). Im weiteren Verlauf der allergischen Reaktion werden verschiedene Botenstoffe wie z. B. Histamin ausgeschüttet, die an verschiedenen Organen (Nase, Augen, Lunge) allergische Symptome auslösen. Bei einer allergischen Rhinitis oder Heuschnupfen ist die Nase verstopft, läuft, juckt oder es muss häufig geniest werden. Sind zusätzlich auch die Augen gerötet und tränen, handelt es sich um eine allergische Rhinokonjunktivitis. Sind auch die tieferen Atemwege betroffen und die Lungenatmung durch anfallsartige Atemnot und Husten beeinträchtigt, kann es sich um allergisches Asthma handeln.

Wie es zu einer Allergie gegen Hausstaubmilben kommt, ist noch nicht ganz geklärt. Umweltfaktoren, Rauchen, geänderte Essgewohnheiten und übertriebene Hygiene scheinen eine Allergieentwicklung zu begünstigen. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Kinder, deren Eltern oder Großeltern bereits allergisch erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko ebenfalls eine Allergie zu entwickeln.(1) Wenn Sie ganzjährig im Innenbereich unter allergischen Symptomen leiden und auf Staub, der sich in Ihrer Wohnung befindet, verstärkt reagieren, besteht der Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie.

Nur ein Facharzt mit allergologischem Schwerpunkt kann zweifelsfrei klären, ob bei Ihnen eine Hausstaubmilbenallergie vorliegt. 

Referenzen

[1] Informationsblatt der Deutschen Atemwegsliga e.V.